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Victim.Veto-Symposien: Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung gemäß § 160 Abs. 2 der StPO in Deutschland (mit Videos)

„Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln und für die Erhebung der Beweise Sorge zu tragen, deren Verlust zu besorgen ist.“

Dies ist die Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung gemäß § 160 Abs. 2 der Strafprozessordnung in Deutschland. Aber wie sieht es in der täglichen Praxis aus? Weshalb bleibt unverhältnismäßige Polizeigewalt in den allermeisten Fällen straffrei?

Darüber haben bei unserem Symposium „think veto! act veto!“ im Februar 2016 in Schloss Mickeln, dem Gästehaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Betroffene, Angehörige sowie Hinterbliebene von Opfern gemeinsam mit Experten aus Theorie und Praxis (Psychologen, Psychiater und anderen Mediziner, die Menschen nach Polizeieinsätzen behandeln, Anwälten und Strafverteidigern, welche Fälle mutmaßlich rechtswidriger Polizeigewalt übernehmen, ehemaligen Staatsanwälten und Richtern, reflektierenden Polizisten, Wissenschaftlern, Praktikern und Theoretikern von Nichtregierungsorganisationen sowie Vertretern von Institutionen) nach alternativen Problemlösungen gesucht.

Neben mehrstündiger Diskussionen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben Referenten Statements zu diesen Themen ab:

Einige Referate präsentieren wir Ihnen zudem in den folgenden Videos:

VICTIM.VETO YouTube-Kanal



PD Dr. med. Christoph Heidenhain: Relevanz der CT-Untersuchung bei Schussverletzung



Harald Goergens: Analog vs. Digital. Beweiskraft und Wahrheitsgehalt der Photographie



Martin Herrnkind: Die Doxa der Immunität oder vom Selbstverständnis, im Kollegenkreis gedeckt zu werden.



Dr. h. c. Rüdiger Spormann: Ermittlungsverfahren wegen Polizeigewalt aus staatsanwaltschaftlicher Sicht und Verteidigerperspektive.



Eric Töpfer: Ausgestaltung unabhängiger Beschwerdestellen